Astrophysik

©2004 Autor: Michael Köchling
 



Die differentiellen Galaxienrotationen.

Beginnen möchte ich mit einem Zitat über die Gravitationsänderung in der Materie:
"Die Stärke der Gravitation ändert sich in der Materie nur dahingehend, dass sie von der spezifischen Eigenschaft der jeweiligen Materie abhängig ist. Erst nach dem Austritt nimmt sie wieder im Quadrat zur Entfernung ab oder zu."
Anmerkung: Leider kann ich hierzu keine Quelle angeben, da ich mir vor vielen Jahren nur den Text notiert hatte.
Die obige Aussage scheint jedoch eine gewisse Ratlosigkeit wiederzugeben. Ob man hierzu wirklich keine Forschungsergebnisse hat, bezweifle ich stark.
Die differentiellen Rotationen der Galaxien betreffend muss gesagt werden, dass die Wissenschaft schon seit mehr als dreihundert Jahren nach einer Lösung sucht, wobei man sich nicht erklären kann, warum Galaxien wie Scheiben rotieren. Wogegen sie nach den Gravitations- und Kepler`schen Gesetzen innen sehr schnell und nach aussen hin immer langsamer werdend, das Gravitationszentrum umlaufen müssten. Eigentlich sollte alles wie in unserem Sonnensystem ablaufen.
Darin umlaufen die inneren Planeten die Sonne sehr schnell und je weiter weg sich ein Planet befindet, um so langsamer umläuft er die Sonne.
Demnach müsste nach kurzer Zeit alles gleichmäßig verrührt sein und keine Strukturen wie die Arme von Spiralgalaxien könnten sich bilden. Man begann aus diesem Grund schon an unseren Naturgesetzen zu zweifeln, doch ich kann Ihnen versichern: "Es ist mit ihnen alles in bester Ordnung!"
Wie im Zitat dargestellt, nimmt die Gravitation mit proportional anwachsender Entfernung vom Objekt im Quadrat ab. Wie sieht es aber innerhalb der Materie aus?
Wie verhält sich beispielsweise die Gravitation in einem Planeten wie unserer Erde?
Dringen wir einfach in den Körper Erde von der Oberfläche her abwärts ein und beobachten dabei wie sich die Gravitation verändert.
Viele werden vermuten, dass die Kraft der Gravitation in Richtung Erdmittelpunkt nun ansteigen wird, doch dem ist nicht so.
Anfangs macht sich kaum etwas bemerkbar und die Kraft von einem g bleibt auf den ersten Kilometern fast konstant. Doch dann geschieht es:
Die Kraft nimmt unmerklich ab und mit proportional abnehmender Entfernung zum Erdmittelpunkt, wird auch fast proportional die Gravitation schwächer, um am Erdmittelpunkt endlich den Wert Null zu erreichen.
Dieser Effekt ist schon lange bekannt, doch wurde er anscheinend als nicht wichtig erachtet und so hat man ihn einfach nicht konsequent genug in die Galaxienmechanik einbezogen.
Schauen wir darum nach, wie dieser Effekt zustande kommt und was er bewirkt.
Je weiter wir also in das Innere der Erde vordringen, um so geringer wird die Gravitationskraft, welche auf uns noch einwirkt.
Der Grund dafür beginnt damit, dass wir beim Eindringen in die Erde immer mehr Materie hinter uns lassen und diese Materie erzeugt ebenfalls Gravitationskraft, die in die entgegengesetzte Richtung zieht. Und zusätzlich nimmt die vor uns liegende Masse ab. Sind wir dann am Erdmittelpunkt angekommen, so befindet sich die gesamte Masse der Erde um uns herum und zieht gleichmäßig in alle Richtungen nach außen. Hierdurch befinden wir uns genau im Mittelpunkt aller gleichgroßen nach außen wirkenden Kräfte, woraus sich für uns der Wert Null ergibt.
Wenn Sie sich nun die erste Grafik anschauen, so können Sie unschwer die Gravitationsänderung nachvollziehen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Erde eine kugelförmige Gestalt hat und sich zusätzlich aus unterschiedlicher Materie zusammensetzt. Die angegebene Formel ist daher als Näherung zu verwenden. Dennoch zeigt sie eindrucksvoll den Kraftverlauf.



Dieses Modell hat jedoch Konsequenzen: "Es tritt grundsätzlich für jegliche materiellen Ansammlungen und Einzelobjekte in Kraft!"

Dazu gehören auch die Sterne und natürlich die Galaxien, ja selbst das Universum, obwohl all diese Objekte keine festen Körper darstellen. Und als zusätzlichen Effekt, führt diese Ursache zu den differentiellen Galaxienrotationen, denn bei allen Materieansammlungen wirkt die Gravitation stets im Randbereich am stärksten, weil sich die gesamte Masse des Objektes auf der gegenüberliegenden Seite befindet.
Hier wirken die Kräfte nicht mehr allein nach den allgemein bekannten Gravitations- und Kepler`schen Gesetzen mit ihren nach außen hin abnehmenden Kräften, wenngleich diese zum Teil mitwirken. Allerdings nur auf die nähere Umgebung einzelner Objekte bezogen.
Damit ist uns ein Mittel gegeben, welches das bisher unbekannte Rotationsverhalten berechnen lässt. Doch müssen hierbei die unterschiedlichen Volumen und Dichten der Scheibenanteile in der Formel berücksichtigt werden. Mit den dadurch errechneten Gravitationskräften lassen sich die differentiellen Umlaufgeschwindigkeiten berechnen.



Es gibt sogar eine offizielle Formel, welche die Gravitationskraft in der Materie berücksichtigen soll. Auch sie kann Inhomogenitäten nicht berücksichtigen und ist meiner Meinung nach ungenauer, weil sie das Verhältnis der sich gegenüberstehenden Massen nur unzureichend darstellen kann. Es wird dabei die g - Kraft der Restkugel in Abhängigkeit ihres jeweiligen Radius im Inneren eines Objektes berechnet. Diese allein soll die verbleibende Kraft zeigen, wobei eine ähnliche Kurve wie bei der von mir dargestellten Formel entsteht.
Sie können nun ermessen, dass keine neuen Naturgesetze erforderlich sind, um dieses Materieverhalten darstellen zu können, sondern das alles nach den hinreichend bekannten Gesetzen der klassischen Physik abläuft.
Als direkten Beweis hierzu ist ein Vorgang im Weltall zu werten: Es handelt sich dabei um die Beziehung von Spiralgalaxien in Abhängigkeit ihrer Entfernungen vom Haufenzentrum. Dazu muss gesagt werden, dass sich die Galaxien im Weltall zu sogenannten Haufen und Superhaufen organisiert haben. Auch unsere Galaxie gehört zu einem Haufen, den wir die "Lokale Gruppe" nennen und er beinhaltet ca. 30 Galaxien. Allerdings nur unsere Milchstrasse und die Andromeda - Galaxie sind die dominierenden großen Galaxien in diesem Haufen. Alle anderen sind wesentlich kleiner und gehören hauptsächlich zu den irregulären Galaxien mit relativ geringen Gesamtmassen. Die beiden Erstgenannten zählen dagegen zu den großen Spiralgalaxien.
Schon 1980 konnte von Wissenschaftlern festgestellt werden, dass sich die Häufigkeit der Spiralgalaxien in Abhängigkeit ihrer Entfernungen von den Haufenzentren verändert. Hierbei geht es um die Galaxienverteilungen in sogenannten Superhaufen. Dabei sind die Spiralgalaxien in den Rand- und Mittelgebieten der Galaxienhaufen stark vertreten. Zu den Haufenzentren hin werden es hingegen immer weniger und in den Zentren selber sind ausschließlich elliptische und kugelförmige Galaxien anzutreffen. Und auch in den äußersten Randgebieten nehmen nach weiter draußen die Spiralgalaxien wieder ab und man trifft erneut vermehrt auf elliptische- und irrguläre Galaxien. Dies sind direkte Auswirkungen der von mir beschriebenen Gravitationswirkung!




Bei der Bildung der Galaxienhaufen aus riesigen kontrahierenden und langsam rotierenden Wolken aus den Urgasen Wasserstoff (75%), Helium (24,9%) und Lithium (unter 0,1%), bewirkte auch hier die gleiche Mechanik die Rotation der Galaxien. In den Randgebieten der Haufen wirkt die Gravitation am stärksten und die Galaxien wurden wie Flettner-Rotoren (siehe ABB.3) geformt und in Rotation versetzt, denn sie befanden sich in der Gravitationsströmung des grössten Haufenteils, um dessen Zentrum sie sich bewegten. Solche Flettner - Rotoren kennen Sie sicher, stehen sie doch als Reklameträger vor vielen Geschäften und drehen sich im Wind.



Zum Mittelbereich hin nimmt die Gravitationsströmung dann kontinuierlich ab und kann immer weniger große Galaxien in Spiralform bringen, wodurch die irregulären-, elliptischen und kugelförmigen Galaxien wieder stärker vertreten sind. Im Zentrum gibt es dagegen kaum noch einen Rotationsimpuls durch Gravitationsströmung, wodurch nur noch die elliptischen und kugelförmigen Galaxien anzutreffen sind.
Ein zusätzlicher Effekt tritt dabei noch in Kraft. Dort wo die Gravitationskraft am stärksten wirkt, nämlich in den Randbezirken der Galaxien, befinden sich die stärksten Sternentstehungsgebiete. In unserer Milchstrasse ist dies sehr deutlich erkennbar. Gerade in den Spiralarmen des mittleren und äußeren Bereiches treffen wir auf die größten Sternentstehungsgebiete, wogegen im Zentrum in dieser Hinsicht kaum etwas zu verzeichnen ist. Ganz im Gegenteil dazu gibt es in den Zentren der Galaxien offensichtlich nur alte, metallarme Sterne. In den Außenbezirken herrschen dagegen die metallreichen Sterne der zweiten bis n-ten Genation vor.
Weit ausserhalb der großen Spiralgalaxien nimmt die Gravitation ebenfalls ab. Dadurch treffen wir auch hier wieder vermehrt die irregulären Galaxien und Kugelsternhaufen an. Dies ganz einfach, weil auch hier der Rotationsimpuls geringer wird.
Zu sehen ist dies bei unserer Milchstraße an den beiden irregulären Begleitgalaxien. Es sind dies die grosse und die kleine Magellan´sche Wolke. Sodann gibt es noch mehr als einhundert Kugelsternhaufen, welche nur bedingt an der Rotation der Milchstraße teilnehmen. Offensichtlich unterliegen sie teilweise schon anderen Strömungsbedingungen, wenngleich sie an unsere Milchstraße gebunden sind.
Der französische Mathematiker Louis Lagrange entdeckte sogenannte Librationszonen um die Erde herum, in denen sich die Gravitationskräfte zwischen Erde und Sonne aufheben. Einer dieser Punkte (L3) befindet sich genau zwischen Erde und Sonne in 4 Millionen km Entfernung. Von dort beobachtet der Sonnensatellit SOHO die Sonne, um vor gefährlichen Strahlenausbrüchen rechtzeitig warnen zu können.
Zwei weitere Zonen befinden sich vor und hinter der Erde in einem Winkel von 60° auf ihrer Umlaufbahn. Auch hier besteht der gleiche Effekt mit Null Gravitation und man vermutete, dass sich gerade an diesen Stellen viel Weltraumschutt in form von Meteoriten und Staub angesammelt haben könnte. Lange Zeit hielt man darum in diesen Bereichen Ausschau nach eventuellen Begleitern der Erde. Doch es konnte nichts Wesentliches entdeckt werden.



In unserer Erde konnte ich aufgrund meiner oben dargestellten Gravitationswirkung zwei weitere Librationszonen entdecken. Es ist wie schon zuvor beschrieben einmal die am theoretischen Mittelpunkt der Erde, wo ja auch null Gravitation herrscht. Man kann aber davon ausgehen, dass es sich hierbei wirklich nur um eine rein theoretische Zone handelt, weil sich diese Zone aus verschiedenen Gründen ständig etwas verlagert. Dies verursachen die Einflüsse aller Planeten, des Mondes und der Sonne. Doch der größte Faktor ist dabei die Eigenrotation der Erde, wodurch sich eine ständig veränderte Lage einstellt. Bedingt durch die Eigenrotation der Erde, rast diese Zone alle 24 Stunden einmal durch die Erde.



Die zweite Zone befindet sich daher am Ekliptikpunkt. Dieser befindet sich etwa 4600 km vom Erdmittelpunkt entfernt auf der Linie zwischen Erde und Mond. Also immer noch innerhalb der Erde. Es ist der gemeinsame Schwerpunkt des Systems Erde - Mond, um den sich beide Planeten scheinbar drehen. Gerade diese Zone verändert sich besonders stark durch die Neigung der Mondbahn von 5° 9´ gegenüber der Ekliptik, wodurch die Druckverhältnisse in der Erde ständigen Schwankungen unterliegen. Die Auswirkungen dieser Druckänderungen sollten unbedingt erforscht werden.
Mit den oben aufgezeigten Ausführungen haben Sie nun die Möglichkeit zu prüfen, wie sich die Gesetzmäßigkeiten auf die Massen in unserem Universum auswirken.

©2001 Autor: Michael Köchling


In der Astrophysik ist vieles möglich, doch sollte es stets mit den natürlichen Bedingungen vereinbar sein.

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