Astrophysik

©2007 Autor: Michael Köchling
 



Frage: Ist unser Universum statisch oder dynamisch?

Es war zur Zeit der Runde in der Kopenhagener Schule, wo sich die namhaftesten Wissenschaftler Anfang des 20. Jahrhunderts trafen. Darunter Enrico Fermi, Ernst Mach, Albert Einstein, Niels Bohr, Max Born, Wolfgang Pauli, Werner Heisenberg, Paul Ehrenfest, Paul Dirac, Louis de Broglie, Max Planck, Enrico Fermi, Erwin Schrödinger und weitere.
Eigentlich ging es in dieser Runde hauptsächlich um Fragen der Quantentheorie und um den Aufbau der Atome. Hierzu hatten Niels Bohr und Louis de Broglie ganz unterschiedliche Ansichten. Aber auch die Natur des Lichtes war ein heißes Thema. Gerade die Natur des Lichtes war mit der Vorstellung eines das Weltall ausfüllenden „Äthers“ verbunden, in dem sich die Wellen des Lichtes ausbreiten konnten. Ganz klar: Mechanische Wellen bedürfen unbedingt eines Mediums zu ihrer Ausbreitung!
Doch gerade dieser „Äther“ war es, der Einstein und Genossen unglaubliches Kopfzerbrechen bereitete. Besonders Einstein plädierte zu jener Zeit nämlich für ein statisches Universum mit einem sich darin befindenden statischen „Äther“.
Dies führte zu unsagbaren Widersprüchen mit jeglichen Naturgesetzen und nichts konnte mehr eindeutig mathematisch beschrieben werden. Ja mehr noch: Wie sollte dieser Äther beschaffen sein? Woraus bestand er? Welche Eigenschaften hatte er? Und was bedeutete dies alles für den Bestand des Universums? Die Hauptschwierigkeit jener Zeit bestand nämlich darin, dass man keine kleineren Teilchen als Elektronen nachweisen konnte. Mit ihnen konnte das Universum aber nicht angefüllt sein, denn dann hätte das Universum nur einen einzigen Ladungszustand gehabt und alles wäre elektrostatisch aufgeladen.
Andererseits wusste man durch Einsteins Formel E = mc2 , dass Masse und Energie äquivalent sind. So hätte man eigentlich schon damals darauf kommen müssen, dass es etwas grundlegend Kleineres geben musste, aus dem alles aufgebaut ist.
Nun, inzwischen ist bekannt, dass das Universum viel mehr beinhaltet als nur Materie aus Protonen, Neutronen und Elektronen. Richard Feynman hat gezeigt, dass ständig ein Wechsel der Zustände von Energie und Teilchen im Vakuum des Weltalls abläuft. Und wir kennen inzwischen viel kleinere Teilchen als die Elektronen. Es gibt vier unterschiedliche Neutrinos, welche aufgrund ihrer verschiedenen Oszillationen bestimmt werden konnten. Aber offensichtlich kommen auch Neutrinos nicht als Träger der Lichtwellen in Betracht und dies obwohl sie in unglaublich großer Menge das Weltall durchfluten. Zudem ist ihre Zahl viel zu gering um die fehlende Masse im Universum zu erklären. Es muss daher unbedingt noch etwas anderes das Vakuum des Weltalls ausfüllen.
Hierzu ist man auf die Dunkle Energie und Dunkle Masse gekommen, wobei dies eigentlich falsche Definitionen sind, denn Masse ist äquivalent mit Energie und umgekehrt die Energie mit Masse. Warum daher zwei Bezeichnungen und eine nicht wirklich effektive Unterteilung?

Aber wie ich schon in meinem Artikel „Was ist Dunkle Materie und Dunkle Energie?“
(www.astrophysik-mkoechling.de)

beschrieben habe, muss man zwischen zwei Arten Energie unterscheiden. Es ist einmal die gebundene oder kondensierte Energie in Form von Materie und andererseits sind da die Wellenenergien. Letztere bestehen aus mechanischen Impulsen, die sich in Form von Wellen im jeweiligen Medium ausbreiten. In anderen Worten: durch die mechanischen Impulse wird das Medium in Schwingungen versetzt und diese Schwingungen breiten sich wellenförmig aus. Letztendlich ist es daher das Medium selbst, welches die Energie der Impulse weiterleitet. Hierbei ist immer bewegte Masse der Überträger, weshalb auch Wellen Kraft ausüben, wenn sie auf Hindernisse treffen.
Aus einem anderen meiner Artikel wissen Sie bereits, dass alles im Universum „Hunger“ hat, und somit ist es gegeben, dass die Materie des Mediums ( mit größter Wahrscheinlichkeit bestehend aus Gravitonen ) langfristig verbraucht wird, indem sie in den Sternen und Galaxien zu Druck und damit in Wärmestrahlung gewandelt wird. Diese wird dann als Wellen an die Umgebung abgegeben (vereinfachte Darstellung!).
Durch diese Effekte gibt es eine fast unendlich große Anzahl von Strömungsmachern und Strahlungsemittern im Universum! Hierdurch wird das Medium in alle Richtungen gezogen und in Schwingungen versetzt, wobei die Stärken der Strömungen den Massen entsprechend äquivalent sind, denn wir wissen, dass die Gravitationsstärken abhängig von den Massen sowie deren Radien sind. Wenn es aber so viele Strömungen im Universum gibt und die Gravitonen verbraucht werden, kommt zwangsläufig noch die Expansion des Universums hinzu. Diese Expansion erzeugt eine weitere Verdünnung des Mediums, wodurch die Zusammenhaltskräfte im Universum langfristig abnehmen.
Wir können daher davon ausgehen, dass alles im Universum den verschiedensten Strömungen unterliegt und durch die vielen unterschiedlichsten Wellen in Schwingungen versetzt wird. Aufgrund dieser Effekte ist alles im Universum in Bewegung.

Der logische Schluss hieraus ist:
Wir leben in einem dynamischen Universum,
denn erst die Bewegungen aller Objekte darin,
erwecken unser Universum zum Leben!

Mit dieser einfachen aber effektiven Darstellung können wir belegen, dass Albert Einstein und seine Kollegen von damals sich geirrt haben, als sie ein statisches Universum voraussetzten. Doch dies ist nicht der einzige Irrtum dem man damals mangels unserer heutigen Kenntnisse erlag. Inzwischen haben wir sehr wirkungsvolle Techniken, welche den Wissenschaftlern von damals nicht zur Verfügung standen und unser Wissen konnte um ein Vielfaches erweitert werden.
Wir dürfen aus diesem Grund keine Vorwürfe erheben, denn Sie durften als Wissenschaftler nur das akzeptieren, was direkt nachweisbar war und dazu hatten sie nicht in allen Fällen die erforderlichen Mittel. Unsere heutigen Techniken umfassen Lasermessungen mit und ohne Satelliten, womit wir auf eine Wellenlänge genau vermessen können. Unsere Atomuhren ermöglichen es uns im Femtosekunden - Bereich die Zeit zu bestimmen und somit selbst atomare Vorgänge zu klassifizieren.
Darum sollten unsere Anstrengungen darin bestehen, entsprechende Korrekturen zu bewirken, damit der Fortschritt nicht gehemmt und unser Wissen auf den neuesten Stand gebracht wird. Nur so können wir den konservativen Kräften entkommen!
Die Vielfältigkeit des Universums zu entdecken und zu erkennen sollte unser oberstes Gebot sein. Aber erst wenn alle ohne Kontroversen zusammenarbeiten, werden wir dieses Ziel erreichen!

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